Dyskalkulie

Dyskalkulie ist keine Krankheit oder Behinderung und auch keine Frage der Intelligenz!

Kennen Sie diese Fragen:

Warum übt mein Kind täglich so lange und erzielt trotzdem keine Fortschritte?
Mein Kind hat keine Lust mehr auf Mathematik obwohl es den Lehrer mag. Wie kann das sein?
Wieso kann mein Kind den Stoff nicht mehr, den wir erst gestern geübt haben?
Warum schreibt mein Kind in Mathematik so schlechte Noten, obwohl es in anderen Fächern keine Auffälligkeiten gibt?

Was ist eigentlich Dyskalkulie?

Laut der Weltgesundheitsorhanisation (WHO) versteht man unter Dyskalkulie eine Beeinträchtigung von grundlegenden Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung zu erklären sind. Sie betrifft die grundlegenden Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höreren mathematischen Fähigkeiten.

Die Forschung beschäftigt ca. 15 jahren mit Dyskalklie. Man ist sich darüber im Klaren, dass Dyskalkulie wie auch Legasthenie auf biogenetische Anlagen zurückzuführen ist (genetische oder Ursachen um die Zeit um die Geburt).

Mögliche Anzeichen einer Dyskalkulie

  • Probleme im Zahlenraum bis 20
  • Schwierigkeiten beim Überschreiten des Zehner- und/ oder Hunderterschritts
  • Widersprüchliche Ergebnisse werden hingenommen oder nicht bemerkt
  • Zählen oder Rückwärtszählen geling nicht
  • Schwierigkeiten beim Erlernen von Maßen, Gewichten, Geld oder der Zeit
  • Der Transver bei neuen Aufgabenstellungen gelingt nicht
  • Kein Mengen und Zahlenverständnis
  • Verwechslunf von ähnlich klingenden oder ähnlich aussehenden Zahlen
  • Bauchschmerzen oder Übelkeit beim Rechnen
  • Mechanisches Vorgehen bei Rechenaufgaben
  • Kein Verständnis für Rechenoperationen oder Zahlen
  • Bessere Leistungen in anderen Fächern
  • Wenig oder kein Lernerfolg obwohl intensiv geübt wurde

Eine Dyskalkulie verschwindet nicht von alleine. Die Förderung muss in den Bereichen Aufmerksamkeit, Sinnenswahrnehmungen und Symptomtraining erfolgen. Dann können auch Kinder mit einer Dyskalkulie das Rechnen erlernen.
Wichtig für die Eltern: Sie sollten ihrem Kind viel Verständnis entgegenbringen. Kein Kind rechnet für gerne falsch!!! Fragen Sie nach wie Ihr Kind auf das Ergebnis kommt. Loben Sie auch noch so kleine Fortschritte. Denken Sie daran, dass ihr Kind trotz starker Probleme in Mathematik, auf andern Gebieten Stärken hat. Lassen Sie das Thema Mathematik nicht zum Hauptthema in Ihrer Familie werden.